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Was uns bewegt

Menschen mit einer geistigen Behinderung sind meist unterschiedlich stark beeinträchtigt und benötigen lebenslang soziale und pädagogische Hilfe.
Eigenständig wohnen bedeutet Lebensqualität, das gilt auch für Menschen mit Behinderung.
Die Stiftung Hamburger Lebenshilfeheime möchte Menschen mit geistigen Behinderungen durch die Bereitstellung von passenden Wohnraum ermöglichen, ein soweit wie möglich selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung in passendem Umfang bieten.

Was ist eine geistige Behinderung?

Eine geistige Behinderung liegt vor, wenn ein Mensch eine "verringerte Fähigkeit hat, neue oder komplexe Informationen zu verstehen und neue Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden“ (WHO).

Bei einer geistigen Behinderung sind meist auch sprachliche, motorische, emotionale und soziale Defizite vorhanden, aus diesem Grund gelten die meisten Menschen mit einer geistigen Behinderung als mehrfachbehindert. Mit entsprechender Therapie und Betreuung können manche Betroffene durchaus ein selbständiges Leben führen. Je schwerer die geistige Behinderung ausgeprägt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Betroffene ein Leben lang auf Hilfe und Pflege durch Dritte angewiesen sind.

Lebenshilfe

 Die Ursachen für eine geistige Behinderung sind vielfältig, eine geistige Behinderung kann sowohl angeboren als auch erworben sein:

1. Genetische Defekte (z.B. Down-Syndrom)
2. Pränatale Schädigungen: Schädigungen der Entwicklung des Gehirns während der Schwangerschaft, z.B. durch
   a. Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Essstörungen
   b. Chemo- und Strahlentherapien zu Krebsbehandlung
3. Perinatale Schädigungen, z.B. Hirnblutungen, Sauerstoffmangel oder mechanische Einwirkungen. Das menschliche Gehirn reagiert sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel während der Geburt, der oftmals eine mehr oder weniger stark ausgeprägte geistige Behinderung nach sich ziehen kann.
4. Postnatale Schädigungen, wie z.B. Enzephalitis, Meningitis, Impfschäden oder Anfallsleiden
5. Erworbene Hirnschäden, z.B. durch Unfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall

In Abhängigkeit von der Ursache und der Schwere der Schädigung ergeben sich sehr vielfältige Bedürfnisse und Einschränkungen. Die Betroffenen benötigen neben der Betreuung häufig auch eine besondere Ausstattung der Wohnung. Wegen ihrer Einschränkungen können die behinderten Menschen überwiegend nicht oder nur in geringen Umfang ihren Lebensunterhalt erarbeiten und haben wenig Geld.

Die Folge ist: Viele Menschen mit Behinderung leben noch bei den Eltern, obwohl sie längst erwachsen sind.

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Mit zunehmendem Alter treten zusätzlich die bekannten altersbedingten Probleme, wie Demenz oder körperliche Gebrechlichkeit, auf. Die behördlichen Vorgaben und Anforderungen an Wohnungen für Menschen mit Behinderungen steigen sowohl pädagogisch als auch architektonisch.   
Bereits jetzt besteht ein signifikanter Mangel an barrierefreiem, bezahlbarem Wohnraum, stationäre Einrichtungen haben i.d.R. lange Wartelisten.

In Zukunft wird der Anteil von Menschen mit hohem Pflegebedarf zunehmen, durch die Demografie-bedingt steigende Zahl von älteren Menschen mit Einschränkungen ist eine Konkurrenz-Situation zu befürchten.

Unser Ziel:

Schaffung von geeignetem Wohnraum und Beschäftigung für Menschen mit geistiger und Mehrfach-Behinderung

Die gemeinnützige Stiftung Hamburger Lebenshilfeheime schafft passende Wohnformen und Einrichtungen für ein Leben in Würde zur umfassenden und selbstverständlichen Partizipation am gesellschaftlichen Leben.